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Arbeitsgruppe Digitale Landschaftsökologie präsentiert Forschungsideen bei Begehung zur Exzellenzuniversität

Arbeitsgruppe Digitale Landschaftsökologie präsentiert Forschungsideen bei Begehung zur Exzellenzuniversität

Das Future Lab City präsentiert sich bei der Begehung im königlichen Pferdestall.
Im Future Lab City wollen wir untersuchen, wo und warum sich Vektoren wie die asiatische Tigermücke in Stadtlandschaften ausbreiten.
Im Projekt UMEX-HOPE wird untersucht wie sich invasive Mückenarten wie die asiatische Tigermücke in urbanen und ruralen Mikroklimaten ausbreiten.

Im Rahmen der Begehung zur Bewerbung der Leibniz Universität als Exzellenzuniversität präsentierte im Königlichen Pferdestall am 27.5.2026 die Arbeitsgruppe Digitale Landschaftsökologie der Abteilung Physische Geographie und Landschaftsökologie gemeinsam mit KollegInnen aus 6 Fakultäten Forschungsideen als Teil des vorgeschlagenen Future Labs City. 

Zu den Zielen des Future Labs City gehört, Forschungen in zwei Nexi-Ansätzen umzusetzen: Klima-Ökosystem-Gesundheit und Architektur-Energie-Society. Die Arbeitsgruppe Digitale Landschaftsökologie ist dabei insbesondere im Nexus zu Klima-Ökosystem-Gesundheit eingebunden. Mögliche Forschungsfragen sind: Wie wirken sich Klimaanpassungsmaßnahmen, wie beispielsweise naturbasierte Lösungen, auf das städtische Mikroklima aus? Wie beeinflussen diese Veränderungen unsere Gesellschaft? Wie beeinflussen Klimaanpassungsmaßnahmen die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden? Hier wollen wir untersuchen, wie Natur-basierte Lösungen wie Regenwasserrückhaltebecken oder Pocket Parks die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen beeinflussen – sei es positiv durch die Reduzierung von Hitzestress oder möglicherweise negativ, etwa durch die Ansammlung von Luftschadstoffen oder ein erhöhtes Risiko für Allergien oder Vektor-übertragene Krankheiten. 

Diese Themen haben eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Etwa 15-20 % der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland leiden unter pollenbedingten Allergien. Zudem etablieren sich Klimawandel-getrieben tropische Vektoren wie die asiatische Tigermücke Aedes albopictus, ein Hauptträger von Dengue- und Chikungunya-Viren, in städtischen Gebieten Deutschlands (München, Berlin und kürzlich Frankfurt) und breiten sich nach Norden aus. Die steigende Zahl lokal erworbener Dengue- und Chikungunya-Virusfälle, insbesondere in Italien und Frankreich – zum Beispiel 2025 in der Nähe der deutschen Grenze in Straßburg, verdeutlicht die gesellschaftliche Relevanz.

Diese komplexen Forschungsthemen erfordern interdisziplinäre Teams. Während der Begehung konnten wir zeigen, dass wir in Hannover über ein hohes Maß an inter- und transdisziplinärem Fachwissen in Bereichen wie Stadtklimamodellierung, Stadtplanung, Stadtökologie, Landschaftsplanung, Soziologie und einer Vielzahl relevanter Gesundheitswissenschaften wie Virologie und Public Health verfügen. Dabei profitieren wir insbesondere von der geplanten Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Braunschweig, der Medizinischen Hochschule Hannover, der Universitätskliniken Göttingen, der Tierärztlichen Hochschule Hannover und dem geplanten Future Lab Health.

Vorkooperationen zu Teilen der Nexus-Dimensionen wurden bereits durch zahlreiche Projekte entwickelt, die als Keimzelle für das Future Lab City gelten – so z.B. das MWK-geförderte Projekt UMEX-HOPE, welches durch Prof. Björn Maronga und Nadja Kabisch während der Begehung vorgestellt wurde. 

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die erfolgreiche Präsentation unserer Forschung und wünschen der Leibniz Universität Hannover viel Erfolg im weiteren Verfahren der Exzellenzstrategie.