Hitzewelle Ende Juni 2026

AG Digitale Landschaftsökologie

In Hannover war es heiß: In der letzten Juniwoche 2026 hat die europaweite Hitzewelle vielerorts extreme Temperaturen verursacht. 

Ergänzend zu dem Bericht der Kollegen im IMUK zeigen Temperaturmessungen den  Verlauf der Lufttemperatur an unseren Messstationen im Bereich des Maschsees (Abb. 1 und 2). 

Die Messstation am Altenbekener Damm mit 350m Entfernung zum östlichen Ufer des Maschsees zeichnete am 27.06. um 15:15 Uhr eine Maximaltemperatur von 40,3 °C auf (Tabelle 1), während unsere Messstation direkt am Maschsee eine Lufttemperatur von 37,4 °C angab. Diese Unterschiede deuten auf eine Kühlungswirkung des Maschsees hin.

Am entgegengesetzten westlichen Ufer des Maschsees am Ohedamm zeichneten die Messstationen Maximaltemperaturen von ca. 36°C auf und damit geringere Temperaturen im Vergleich zur städtisch-geprägten Westseite. Am Altenbekener Damm finden sich überwiegend versiegelte Wohn- und Straßenflächen, während der Ohedamm durch angrenzende Grünflächen geprägt ist (Abb. 2). Die Vegetation der Grünflächen mildert Hitze durch Verdunstung und Beschattung ab, während sich versiegelte Oberflächen tagsüber schneller aufheizen und die Wärme nachts nur langsam abgeben.  

Abbildung 2 zeigt ergänzend die Lufttemperaturen, die in der Region Hannover am Flughafen Langenhagen an der Station des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gemessen wurden. Diese Station befindet sich außerhalb der Stadt auf einer Wiesenfläche. Die dort gemessenen Temperaturen verhielten sich ähnlich der am Ohedamm, zeigten jedoch nachts eine etwas stärkere Abkühlung. Der urbane Hitzeinseleffekt (niedrigere Temperaturen im Umland im Vergleich zur Stadt) wird deutlich.