Am 1. und 2. Oktober 2025 fand an der Leibniz Universität Hannover (LUH) das Kick-off-Meeting des interdisziplinären Forschungsprojekts UMEX-HOPE (Understanding the urban microclimate-ecosystem nexus to enable holistic climate adaption in a changing climate) statt. Das vom Niedersächsischem Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung geförderte Projekt vereint unter der Sprecherschaft von Prof. Björn Maronga (LUH) die Leibniz Universität Hannover, die Technische Universität Berlin, die Technische Universität Braunschweig, die Tierärztliche Hochschule Hannover, die Universitätsmedizin Göttingen sowie das Unternehmen GEO-NET Umweltconsulting GmbH. Ziel des Projekts ist es, die Zusammenhänge zwischen städtischem Mikroklima, der Gesundheit von Ökosystemen und der menschlichen Gesundheit besser zu verstehen.
Der erste Tag des Treffens diente der Vorstellung der Teilprojekte innerhalb des Konsortiums. Themen waren unter anderem:
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die Modellierung städtischer Mikroklimata mit PALM,
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Agentenmodellierung mit MATSim,
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Umweltmesskampagnen in Hannover und Braunschweig,
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die Analyse von Notfalleinsätzen im Kontext von Stadtstruktur und Hitzewellen,
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die Erfassung und Untersuchung von Mückenhabitaten und Vektorkrankheiten,
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die Einbindung von Stakeholdern für eine nachhaltige und gesundheitsfördernde Stadtplanung,
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sowie Studien zur Innenraumluftqualität in Kooperation mit der Nibelungen-Wohnbau-GmbH Braunschweig
Am zweiten Tag stand der Austausch mit dem Zentrum Klimaforschung Niedersachen, sowie mit externen Stakeholdern im Fokus. Vertreter*innen aus dem Gesundheitswesen (Niedersächsisches Landesgesundheitsamt), Verwaltung, und kommunalen Planungsämtern aus den beteiligten Kommunen (Landeshauptstadt und Region Hannover, Stadt Braunschweig, Gemeinde Wedemark und Cremlingen) diskutierten gemeinsam mit dem Konsortium Erwartungen, Herausforderungen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Ziel ist es, Synergien frühzeitig zu identifizieren und eine praxisnahe Umsetzung der Forschungsergebnisse zu ermöglichen.
Die Abteilung Physische Geographie und Landschaftsökologie war durch Prof. Dr. Nadja Kabisch, Annika Emlinger sowie die zukünftige Mitarbeiterin Pauline Schütze vertreten, die ab dem 01. November 2025 Teil des Teams sein wird. Der Beitrag der Abteilung liegt vor allem im Bereich der landschaftsstrukturellen Analysen zur Identifikation potenzieller Mückenhabitaten, sowie in der Organisation und Untersuchung des transdisziplinären Beteiligungsprozesses mit externen Partner*Innen zur Schaffung eines Raumes für die gemeinsame Erarbeitung von Wissen für die Stadtplanung.